Risiko „harmlose“ Muskelverhärtungen

[Thema vom: 20.07.2013]


Muskelverhärtungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen
Wer Verhärtungen der Muskulatur auf die leichte Schulter nimmt, riskiert langwierige Folgeverletzungen.

Muskelverhärtungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen. Vor allem im Freizeitsport treten Verhärtungen der Muskulatur durch Übermüdung, Fehl- oder Überbelastung sehr oft auf. Richtig ernst genommen werden sie allerdings nur sehr selten. Die Gefahr, dass sie sich bei mangelhafter Regeneration zu schwerwiegenderen Verletzungen entwickeln, ist aber groß. Vom Sportler oftmals unbemerkt oder schlichtweg ignoriert, stellen sie nämlich ebenso wie nicht behandelte und auskurierte Zerrungen ein hohes Risiko für das Erleiden eines Muskelfaserrisses dar. Auch schmerzhafte, oft langwierige Entzündungen oder Reizungen der Sehnen, Sehnenscheiden und Sehnenansätze der betroffenen Muskulatur können Folgen von nicht behandelten Verhärtungen sein.

Eine Möglichkeit Muskelverhärtungen entgegenzuwirken und rechtzeitig zu erkennen, sind regelmäßige Sportmassagen. Sie bieten dem Therapeuten die Möglichkeit, behandlungsbedürftige Strukturen zu ertasten, gezielt auf sie einzugehen und – falls nötig - letztendlich den Sportler auf die Überlastung hinzuweisen. Dadurch können Regenerationsmaßnahmen eingeleitet werden und Verspannungen beziehungsweise Verhärtungen gelöst werden bevor sie schmerzhafte Beschwerden oder langwierige Verletzungen verursachen.

Übrigens: Eine Muskelverhärtung geht bei Komplikationen nicht in eine Zerrung, sondern gleich in einen Muskelfaserriss über! Dessen Heilungsdauer ist wesentlich länger, da es sich beim Faserriss, im Gegensatz zur Zerrung um eine strukturelle Verletzung handelt.

Tückische Muskelverletzungen
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