GORE TEX TRANSLPINE RUN 2015

[Thema vom: 09.09.2015]


Südtiroler mit großartigen Erfolgen, gesundheitlichen Problemen und viel Pech
 
Wie bereits 2014 unterstütze ich auch dieses Jahr wieder einige Läufer während einem der härtesten Teametappenrennen der Welt: 270km, über 16.000 Höhenmeter im Aufstieg und über 14.000 Höhenmeter im Abstieg - Das war der Gore Tex Transalpine Run 2015! Heuer kümmerte ich mich vor allem um die Athleten von Gore Running Wear. Nachdem sich bereits am ersten Tag eine Läuferin am Sprunggelenk verletzte und somit das Damenteam nach bereits einer Etappe das Rennen beenden musste, konnte ich mich verstärkt um die optimale Regeneration des Männerteams kümmern. Dieses bestand wie im Vorjahr aus den Südtirolern Daniel Jung und Ivan Paulmichl. Das Überraschungsduo des Vorjahres (3. Platz in der Männerkategorie) zeigte sofort, dass auch dieses Jahr wieder mit ihm zu rechnen ist. Nach einer bärenstarken Vorstellung auf der „heissen“ Etappe Nummer 1 (unzählige Läufer hatten hitzebedingt große Schwierigkeiten) übernahmen Daniel und Ivan bereits am ersten Tag die Führung im Gesamtklassement. Nach weiteren Topleistungen (mit einem weiteren Etappensieg) konnten sie hochverdient 5 Tage am Stück mit dem begehrten grünen Leadertrikot laufen. Nach dem Bergsprint änderte sich jedoch nicht nur das Wetter schlagartig von heiss und trocken auf kühl und feucht. Leider änderte sich auch Ivans Gesundheitszustand. Während der sechsten Etappe quälten Ivan starke Magenprobleme. Trotzdem gelang es dem Team sich ins Ziel zu kämpfen und sogar erneut den 2.Platz zu erreichen (!). Der Rückstand war jedoch erwartungsgemäß zu groß um die Führung zu verteidigen. Somit übernahmen die starken Brüder Marc und Oskar Casal das Leadertrikot. Auf den beiden letzten Etappen gelang es nun dem Team aus Andorra die Angriffe der geschwächten Vinschger zu kontrollieren und das Etappenrennen als Sieger zu beenden. Daniel und Ivan erreichten letztendlich nach 3 Etappensiegen und 5 zweiten Plätzen den hervorragenden 2.Platz im Gesamtklassement! RESPEKT Jungs und Gratulation dem sympathischen Team aus Andorra!

Während der letzten Etappen wandte sich das Team von Adidas Garmin aus Frankreich an mich, um die verletzte Läuferin Caroline Freslon-Bette zu behandeln. (Schienbeinentzündungen und Adduktorenschmerzen). Es freut mich, dass es Caroline zusammen mit ihrer Teampartnerin Gobert Maud geschafft hat den 2.Gesamtrang in der Damenkategorie souverän zu verteidigen. Gratulation!


Die Südtiroler beim Transalpine Run 2015

Zum Schluss noch eine kurze Zusammenfassung unserer Teams aus Südtirol: Wir konnten uns über große Erfolge freuen und leider auch über viel Pech ärgern. In der Senior Master Kategorie schafften es Oswald und Richard Wenin nach hartem, spannenden Kampf den Sieg zu erringen. Auf der ersten Etappe büßten die Brüder aus dem Ultental sehr viel Zeit ein, da sich Richard mit großen gesundheitlichen Schwierigkeiten ins Ziel quälen musste. Nach unzähligen Etappensiegen in Folge gelang es ihnen jedoch noch am allerletzten Tag den Sieg zu holen! Hut ab!

In der Master Mixed Kategorie konnten die erfahrenen Läufer Annemarie Gross und Franz Kröss einen ungefährdeten, hochverdienten Sieg feiern. Die Titelverteidiger Anneliese Felderer und Markus Planötscher erkämpften sich nach einem Tag im Leadertrikot und darauffolgender Etappen mit großen gesundheitlichen Problemen letztendlich eine Top Ten – Platzierung. Das Team Michaela von Schönebeck und Herald Mitterer konnten das Ziel – anders als vor 2 Jahren - nach acht Tagen nicht gemeinsam erreichen, da Michaela an den 2 letzten Etappen leider nicht mehr an den Start gehen konnte. Reizungen und Entzündungen an der Fußsohle schmerzten nach jedem Schritt und machten Laufen unmöglich. Herald musste nun alleine weiter und erreichte souverän das Ziel der letzten Etappe.

Auch Anton Steiner musste zwangsläufig allein das Ziel erreichen. Toni musste leider bereits nach der dritten Etappe auf seinen Teampartner verzichten: Tommy Hellrigl hatte auf der dritten Etappe viel Pech, als er mit seiner Fußspitze mit voller Geschwindigkeit gegen einen Stein stieß. Die Folge: 2 gebrochene Zehen! Nichts desto trotz dürfen sich die Vinschger über 2 Podestplätze auf den 2 ersten Etappen in der Masterkategorie freuen! Toni konnte als bester Individual – Finisher das Rennen beenden! Ebenfalls in der Master Kategorie konnten Jens Lord Kramer und Martin Mair zusammen die TAR 2015 überstehen und sich über einen starken Top 20 Platz freuen - und das obwohl Martin „el topo“ die ganze Woche mit Magen- Darmproblemen zu kämpfen hatte. Mit einigen Kilos weniger konnte er zusammen mit seinem Teampartner das wohlverdiente Finisher- Trikot abholen.

Allen Südtiroler Freunden RIESENgroßen RESPEKT!!


(Transalpine-Run 2014 - Südtiroler räumen ab)