Wie Gefühle und Emotionen Knieschmerzen verursachen können

[Thema vom: 22.01.2015]


Schmerzen im Kniegelenk aus psychosomatischer Sicht der Chinesischen Medizin

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des Menschen. Knieverletzungen – vor allem im Sport – sind keine Seltenheit. Doch nicht immer sind traumatische Ereignisse Ursache von Knieschmerzen. Auch ohne akute Verletzungen ist das Gelenk häufig von Schmerzsymptomen unterschiedlicher Art betroffen. Aus Schulmedizinischer Sicht sowie aus Sicht der Klassischen Physiotherapie, spielen diesbezüglich neben Abnutzungserscheinungen unter anderem muskuläre Dysbalancen, koordinative Defizite, mangelnde Körperstabilität, Beinlängendifferenzen oder statische Fehlstellungen der Fuss- und Beinachsen eine große Rolle. Dadurch entstehen Fehl- und oder Überbelastungen die die typischen Schmerzsymptome hervorrufen können. Ganzheitlich betrachtet, sind Kniebeschwerden jedoch nicht immer „nur“ darauf zurückzuführen. Und nicht immer verschwinden die Schmerzen bei der Beseitigung der angesprochenen möglichen Ursachen, sodass oft weitere auf den ersten Blick „nicht greifbare“ Aspekte in Betracht gezogen werden müssen. Aus Sicht der Chinesischen Medizin, spielt die Psychosomatik eine bedeutende Rolle:

In den Kniegelenken schlagen sich häufig Spannungen nieder, mit denen man durchs Leben geht. Sie können daher als psychosomatische Stauungszonen angesehen werden. Ihr Zustand spiegelt beispielsweise oft wieder, ob ein Mensch federnd oder starr, demütig oder stolz, nachgiebig oder flexibel ist, oder ob er auf einen einmal eingenommenen Standpunkt eisern beharrt. Gefühlsmuster und emotionale Ladungen wie Starrheit, Unflexibilität, Verunsicherung, Angst, Ungeduld, Aggression, Ärger und Wut können sich negativ auf unser Knie auswirken.
Stark angespannte Kniesehnen hingegen sind oft Ausdruck und Mittel übermäßiger Selbstkontrolle.
Da chronische Verspannungen um das Knie den Energiefluss blockieren und einschränken, kann dies beispielsweise auch ohne akute Verletzungen zu Meniskusschäden führen.

Übrigens: Bei Menschen die unter chronischen Schmerzen leiden, ist bis zu 16% das Kniegelenk betroffen.

Was bedeutet Psychosomatik?

Unter Psychosomatik versteht man die medizinische Lehre die die psychischen Aspekte des Menschen in Bezug auf Gesundheit und Krankheit betrachtet. Gesundheit und Krankheit werden dabei sowohl in ihrer Eigenart, als auch in Zusammenhang mit körperlichen Vorgängen und sozialen Lebensbedingungen in Betracht gezogen. Der Begriff Psychosomatik stammt aus dem Altgriechischen. Er besteht aus Psyche (bedeutet Atem, Hauch) und Soma (Körper, Leib und Leben).

Die Psychosomatik zeigt eindrucksvoll, dass der Mensch nun einmal aus mehr besteht als nur aus Fleisch und Knochen. Bereits der bekannte griechische Philosoph Platon schrieb:

Man kann die Augen nicht heilen ohne den Kopf, den Kopf nicht ohne den Leib, den Leib nicht ohne die Seele.

Was ist Traditionelle Chinesische Medizin?