TRANSALPIN-RUN 2014 - Südtiroler räumen ab

[Thema vom: 08.09.2014]


Alle 3 von Massagetherapie REGENERATION unterstützten Teams schaffen es auf das Podium

300 Kilometer und 15.000 Höhenmeter mussten die Läufer dieses Jahr beim Transalpin-Run - einem der härtesten Etappenrennen der Welt - überstehen. Knapp 700 Teilnehmer aus 30 verschiedenen Nationen stellten sich der anspruchsvollen Herausforderung.

pain is fort he moment - glory is forever

Die Ausfallquote des Team-Sportevents (je 2 Läufer bilden ein Team) war wieder einmal beträchtlich: Über ein Drittel der Teams schafften es nicht, oder zumindest nicht gemeinsam, ins Ziel. Doch auch bei den Finishern wir das Rennen seine Spuren hinterlassen. Im Laufe der Woche war der Bedarf an Blasenpflaster groß. An Schmerzmitteln? Riesig. An Tapematerial? Enorm.

Südtiroler dominieren

Meine Aufgabe war es für das Team LATSCH MOUNTAIN HEROES mit Daniel Jung und Ivan Paulmichl, sowie für das Team LATSCH SKINFIT BOZEN mit Rudi Schöpf und Alfred Psenner für eine optimale Regeneration zu sorgen und Verletzungen und Überlastungsschäden zu behandeln. Im Laufe der Woche kam das Damenteam von GORE TEX – ACTIVE mit Tamara Lunger und Annemarie Gross dazu. Alle 3 Teams absolvierten einen starken Wettkampf und erkämpften sich in den jeweiligen Kategorien nicht nur zahlreiche Etappen-Podestplätze, sondern erreichten schlussendlich auch in der Gesamtwertung das Podium.

Daniel Jung und Ivan Paulmichl waren mit Sicherheit eine der größten Überraschungen des Transalpin-Run 2014. Der erfolgreiche Mountainbiker war in der Laufszene bislang ein unbeschriebenes Blatt. Der in Mödling bei Wien arbeitende Geotechniker hingegen muss regelmäßig unzählige Kilometer mit dem Auto zurücklegen um überhaupt im alpinen Gelände trainieren zu können. Vor dem Start erhofften sich die beiden ohne große Ambitionen nur das „Überstehen“ des Rennens. Vielleicht insgeheim ein TopTen- Ergebnis in der Männerwertung. Nach der ersten Etappe erreichten sie trotz Magenprobleme allerdings den 6.Rang. Nach Rang 4 am darauffolgenden Tag, träumte das Team plötzlich zu Recht von einem Podestplatz bei einer Etappe. Der Traum wurde Wirklichkeit, doch dass die beiden am Ende der Woche nach mehreren dritten Plätzen in der stark besetzten Männerkategorie sogar den 3.Rang in der Gesamtwertung erreichen, war nicht nur für die Vinschger, sondern für das gesamte Teilnehmerfeld mehr als überraschend. Den Sieg sicherte sich das Team SALOMON DEUTSCHLAND mit den bekannten Läufern Stephan Hugenschmidt und Mirco Berner vor den Spaniern von LA SPORTIVA MULTIPOWER.

Rudi Schöpf startete mit seinem Teampartner Alfred Psenner in der Senior-Master-Kategorie. Die erfahrenen Ultraläufer lieferten sich bis zum Schluss ein spannendes Duell mit dem Team Ahrntal. Obwohl sich Rudi nach einem Sturz auf der ersten Etappe eine schmerzhafte Rippenprellung zugezogen hatte, entwickelte sich der Kampf um Platz eins zu einem Kopf an Kopf- Rennen. Schlussendlich erkämpften sich die Beiden den hervorragenden zweiten Platz und mussten sich nur knapp den starken Ahrntalen geschlagen geben. Erwähnenswert: Selbst in der Gesamtwertung aller Kategorien lagen beide Senior-Master- Teams mehrmals im vorderen Feld!

In Sand in Taufers übernahm ich zusätzlich die massagetherapeutische Betreuung des Damenteams von GORE-TEX-ACTIVE, da sich Tamara Lunger beim Bergsprint mit schmerzhaften, hartnäckigen muskulären Problemen ins Ziel kämpfte. Die professionelle Alpinistin ist erst kürzlich von ihrer erfolgreichen K2-Expedition zurückgekehrt (Mitte August!) und hatte kaum Zeit zu regenerieren geschweige denn sich optimal auf den Lauf vorzubereiten. Daher stecken ihr zwangsläufig noch die Strapazen der Besteigung des über 8600 Meter hohen Gipfels im wahrsten Sinne des Wortes in den Knochen und Muskeln. Die bekannte Ultraläuferin Annemarie Gross hingegen zog sich nur wenige Tage vor dem Start des Etappenrennens eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zu. Die Südtiroler Ladys bissen jedoch auf die Zähne und liefen bei der Schlussetappe in Sexten als souveränes Siegerteam durch die Ziellinie!

RIESEN RESPEKT an alle Finisher, aber natürlich vor allem an Annemarie, Tamara, Rudi, Alfred, Ivan und Daniel, deren „Leidensweg“ ich hautnah miterleben durfte.

KEEP ON RUNNING, bin stolz auf Euch!